Unsere Lesitungen

Das Leistungsspektrum des Urologischen Zentrums Katschhof umfasst die gesamte Diagnostik und Therapie der Urologie inkl. Kinderurologie, Andrologie, Urologische Onkologie und Spezielle Urologische Chirurgie. Darüber hinaus werden individuell abgestimmte Wahlleistungen angeboten.

Neben einer Vielzahl ambulanter Operationen, die hauptsächlich in unserem ambulanten OP-Zentrum am Katschhof 3 (in örtlicher Betäubung oder auch in Kurznarkose bzw. Vollnarkose) vorgenommen werden können, stehen für stationäre Behandlungen auch Belegbetten im Franziskushospital Aachen (Morillenhang 27) zur Verfügung.

Eine kontinuierliche Betreuung auch für komplexere operative Behandlungen (inklusive mittlerer und großer urologischer Operationen, spezielle Urologische Chirurgie) kann auf diese Weise ermöglicht werden (s. auch stationäre OPs).

Diagnostik

Ultraschalluntersuchung

Es stehen 3 moderne Ultraschallgeräte zur sonographischen Untersuchung zur Verfügung, speziell für Kleinkinder und Säuglinge auch Schallköpfe mit 7,5 MHz Nennfrequenz. Zur Untersuchung der Prostata stehen spezielle transrektale Ultraschallsonden zur Verfügung, die eine sehr gute bildliche Darstellung der Prostata ermöglichen. Diese werden auch genutzt zur Entnahme von Gewebeproben aus der Prostata. Außerdem stehen Doppler- und farbkodierte Duplexfunktion zur Verfügung u.a. zur weiteren Abklärung der Durchblutungssituation z.B. bei Erektionsstörungen.

Diagnostische Radiologie / Röntgen

Röntgenuntersuchungen können in der radiologischen Abteilung unserer Belegklinik im Franziskushospital durch die Ärzte des MVZ Urologisches Zentrum Katschhof durchgeführt werden.

Zum Spektrum gehören z.B. Kontrastmitteluntersuchungen der Nieren und der Harnblase (Ausscheidungsurographie, Miktionscysturethrographie), der Harnröhre und in Kombination mit einer Cystoskopie (Harnblasenspiegelung) die Darstellung des Harntraktesüber die Harnblase (Retrograde Pyelographie). 

Urodynamische Untersuchungen

Mit Hilfe der Urodynamik (gleichzeitige Messung von Blasendruck und Abdominaldruck) kann eine Diagnostik bei Blasenentleerungsstörungen / Harninkontinenz durchgeführt werden, um eine korrekte Therapie in die Wege zu leiten. Mit Hilfe der Uroflowmetrie (Harnstrahlmessung) und eines Becken-Boden-EMG'skönnen Harnstrahlstärke und Zusammenspiel von Blasenmuskel und Schließmuskel beurteilt werden.

Labor

Im Urinlabor erfolgt eine sofortige mikroskopische Untersuchung des Urinsediments sowie bei Bakteriennachweis eine weitere Differenzierung der Bakterien und Austestung der wirksamsten Antibiotika (Antibiogramm).

Bei Störungen der Zeugungsfähigkeit und unerfülltem Kinderwunsch kann durch eine Spermiogramm-Untersuchung zeitnah die Zeugungsfähigkeit des Mannes überprüft werden.

Mit Hilfe der Urinzytologie wird nach Gewinnung von Zellen aus dem Urin durch eine spezielle Zyto-Zentrifuge eine Frühdiagnose von Harn-blasentumoren durchgeführt. Ergänzend können auch spezielle Tests auf Blasentumorantigene (z.B. NMP-22 bladder-check) Anwendung finden.

Im serologischen Labor werden die Hormone Testosteron, FSH, LH und Prolaktin sowie die Tumormarker PSA und freies PSA sowie Alpha-Fetoprotein und Beta-HCG bestimmt, die Ergebnisse liegen bereits am Tage der Blutabnahme vor.

Harnblasenspiegelung (Cystoskopie / Urethrocystoskopie)

Zur Durchführung der Harnblasenspiegelung (Cystoskopie) stehen mehrere starre und zur schonenden Durchführung beim Mann flexible Cystoskope zur Verfügung. Hiermit ist eine exakte Ausleuchtung von Harnröhre und Harnblase möglich. Mit Hilfe einer Videokamera kann ein krankhafter Befund dem jeweiligen Patienten am Monitor demonstriert werden.

individuelle Leistungen

Wahlleistungen / Individuelle Gesundheitsleistungen sind ärztliche Leistungen, die in vielen Situationen medizinisch sinnvoll sein können, aber von der gesetzlichen Krankenversicherung mehrheitlich nicht erstattet werden. Diese müssen dann vom Arzt gemäß der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) abgerechnet werden.

Voraussetzung ist eine individuelle Beratung über den Nutzen sowie ein schriftlicher Behandlungsvertrag, in dem die Kosten erklärt werden. Über die gewünschten Leistunge erhalten Sie eine Rechnung. Die Leistungen müssen nicht am Behandlungstag bezahlt werden.

Im Nachfolgenden finden Sie eine Auflistung der in unserem MVZ angebotenen Wahlleistungen nach GOÄ:

Untersuchungen im Ramen der erweiterten Krebsvorsorge des Mannes (Früherkennung)

  • Chemische und mikroskopische Urinuntersuchung, u.a. auf Eiweiß, Zucker, rote und weiße Blutkörperchen (Basis: Urin)
  • Urinzytologie (Untersuchung des Urins auf bösartige Zellen) (Basis: Urin)
  • Blasentumorschnelltest: NMP 22 bladder check© (Basis: Urin)
  • PSA (prostataspezifisches Antigen), ein Tumormarker, der eine Verbesserung in der Früherkennung des Prostatakrebses ermöglichen kann. Neben dem Absolutwert ist insbesondere der PSA-Verlauf (PSA velocity) eine aussagekräftige Ergänzung zur regelmäßigen Tastuntersuchung (DRU im Rahmen der gestzlichen Früherkennung) (Basis: Blut). Der bei uns angewendete Assay: TOSOH© EIA
  • Hormonbestimmung beim Mann (z.B. Testosteron, Prolaktin, LH, FSH) (Basis Blut)
  • Erweiterte Abklärung und Therapie von Erektionsstörungen (Erektile Dysfunktion), Impotenz (sofern nicht GKV-Leistung)
  • Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) der Nieren, der Harnblase, der Hoden und Prostata (erweiterte Früherkennung)
  • Transrektale Ultraschall (TRUS) = sonographische Untersuchung der Prostata über den Enddarm (erweiterte Früherkennung)
  • Immunologische Untersuchung auf Blut im Stuhl (Basis: Stuhl)
  • Immunstimulationsverfahren (z.B. Injektionstherapien/Impfungen bei wiederholten Harnwegsinfekten)

Operationen

  • Beschneidung auf Wunsch beim Erwachsenen (Circumcision)
  • Sterilisation beim Mann (Vasektomie)
  • Mikrochirurgische Refertilisierung (Rückgängigmachung der Sterilisation)
    Bitte informieren Sie sich und sprechen Sie uns an!

Ambulante OPs

Natürlich können nicht alle ambulant und stationär durchgeführten operativen Eingriffe hier beschrieben werden. Sollten Sie einen bei Ihnen erforderlich oder gewünschten Eingriff hier nicht gelistet sehen, wenden Sie sich vertrauensvoll telefonisch oder per E-Mail an uns, wir werden Ihnen gerne hierzu weitere Auskünfte geben.

Für sämtliche Narkosen in unserer Tagesklinik bei Kindern und Erwachsenen sind äußerst erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte für Anästhesiologie zuständig.

Sowohl modernste Narkoseverfahren (Larynxmasken, TIVA =totale intravenöse Anästhesie - gasfrei - mit kurzwirksamen und nebenwirkungsarmen Medikamenten), Regionalanästhesien als auch eine effektive postoperative Schmerztherapie kommen zum Einsatz. Ziel ist eine individuelle und einfühlsame Betreuung während des gesamten Aufenthalts in der Tagesklinik.

Insbesondere in der Kinderanästhesie sind ein hohes Maß ein fachlicher Expertise, Erfahrung, Professionalität, aber auch Einfühlungsvermögen unabdingbare Voraussetzung für eine zielführende Behandlung.
Auch der familiäre Charakter und die individuelle Betreuung sollen die Zeit in unserem OP-Zentrum so angenehm wie möglich machen.

Vorhautverengung (Phimose)

Bei der angeborenen oder erworbenen Verengung der Vorhaut des Penis ist ein Zurückstreifen der Vorhaut über die Eichel unmöglich oder nur schwer möglich. Im Säuglingsalter haftet die Vorhaut an der Eichel und kann normalerweise nicht zurückgezogen werden. Somit ist in den ersten zwei Lebensjahren eine Vorhaut-verklebung bzw. eine relative Vorhautengenoch als normal zu betrachten. Im zweiten Lebensjahr können 80 % der Knaben die Vorhaut vollständig zurückstreifen. Beim gewaltsamen Zurückziehen der Vorhaut kann des zu Mikroeinrissen kommen, die narbig abheilen und die Vorhaut zusätzlich einengen (narbige Phimose). Die Behandlungsmöglichkeiten sind vom lokalen Befund abhängig und reichen von Lösung der Verklebung mit Durchtrennung des Vorhautbändchens bis zu einer operativen Vorhauterweiterung (ggf. auch sog. "Tripple Incision"), einer Teilbeschneidung (plastische Circumcision) oder kompletten Entfernung der Vorhaut (komplette Beschneidung).

Hodenhochstand (Maldescensus testis)

Beim Hodenhochstand liegen einer oder beide Hoden zum Zeitpunkt der Geburt nicht im Hodensack. Bei 3 bis 6 % der neugeborenen Knaben wird ein ein- oder beidseitiger Hodenhochstand festgestellt. Im Laufe der vorgeburtlichen Entwicklung wandern die Hoden normalerweise vom Bauchraum durch den Leistenkanal in den Hodensack. Ursache des Hodenhochstandes können anatomische Besonderheiten des Samenstrangs oder des Leistenkanals sein,hormonelle Störungen und möglicherweise auch eine erbliche Veranlagung. Im ersten Lebensjahr kann der Hoden noch von selbst tiefer treten und seine normale Lage erreichen. Nach dem ersten Lebensjahr sind die Aussichten auf eine Spontanheilung aber gering. Deswegen sollte gegen Ende des ersten Lebensjahres eine Behandlung durchgeführt werden. Bei erfolgloser hormoneller Behandlung, bei gleichzeitigem Leistenbruch oder bei narbigem Hodenhochstand nach vorangegangener Operation ist die operative Behandlung erforderlich. Die Gefahr des nicht behandelten Hodenhochstandes besteht in einer späteren Störung der Zeugungsfähigkeit. Prinzipiell besteht eine (geringe) Erhöhung des Hodenkrebsrisikos.

Kindlicher Leistenbruch (offener Processus) / Wasserbruch (Hydrozele)

Beim Tiefertreten des Hodens in den Hodensack wird der Samenstrang von einem gangförmigen Fortsatz des Bauchfells begleitet. Dieser "Bruchsack" verklebt normalerweise sehr rasch. Unterbleibt diese Verklebung, kann Flüssigkeit aus dem Bauchraum in diesen Sack eintreten und einen Wasserbruch (Hydrozele) verursachen. Kommt es zum Eintreten von Darmanteilen in diesen Bruch, spricht man von einem Leistenbruch. Bei Mädchen kann der Bruchsack entlang eines Haltebandes der Gebärmutter auftreten. Etwa 6 % der reifen männlichen Neugeborenen weisen Hydrozelen auf, viele davon verkleben jedoch im ersten Lebensjahr und sind mehrheitlich nicht operationsbedürftig. Ein angeborener Bruch, der über das erste Lebensjahr hinaus persistiert, sollte operativ verschlossen werden. Es gibt jedoch auch Gründe, einen derartigen Befund schon früher operativ zu versorgen.

Fehlbildung der Harnröhrenmündung (Hypospadie)

Eine fehlerhafte Mündung der Harnröhre (Hypospadie) ist die häufigste Anomalie des männlichen Genitale (eine auf 300 männliche Geburten). Entsprechend der Mündungsstelle der Harnröhre unterscheidet man vordere, mittlere und hintere Fehlformen. Je nach Ausprägung der Fehlbildung kann diese Anomalie mit einer zusätzlichen Gliedverkrümmung und Unmöglichkeit des Urinierens im Stehen sowie einer Verengung der Harnröhrenmündung (Meatusstenose) verbunden sein. Bei der Operation muss man unterscheiden zwischen einer rein kosmetischen Indikation und einer funktionellen Indikation.

Sterilisation (Vasektomie / Vasoresektion)

Durch eine operative Unterbrechung der Samenleiter beidseitig wird eine anhaltende Unfruchtbarkeit erzielt. Die Vasektomie gilt als die derzeit sicherste, effektivste und einfachste Methode zur Fertilitätskontrolle beim Mann. Der Eingriff wird ambulant in Kurznarkose oder unter örtlicher Betäubung durch zwei kleine Hautschnitte am oberen Teil des Hodensacks durchgeführt. Nach Darstellung des Samenleiters wird ein Teil desselben entfernt, beide Samenleiterstümpfe werden zusätzlich doppelt unterbunden. Nach der Operation ist der Patient zunächst noch zeugungsfähig, erst nach einer dreimaligen Kontrolle des Samens, in dem mikroskopisch keine Samenzellen mehr nachweisbar sein dürfen, kann auf eine Verhütung verzichtet werden.

Varicocele (Krampfadern der Hodenvenen, Krampfaderbruch)

Unter dem medizinischen Begriff "Varicocele" versteht man eine Krampfaderbildung der Hodenvenen, die meist sicht- und tastbar ist. In 80 - 90 % der Erkrankungen handelt es sich um eine linksseitige Erweiterung der Hodenvenen. Neben Schmerzen im Hoden- oder Leistenbereich kann es zu einer Störung der Zeugungsfähigkeit durch Verschlechterung der Spermaqualität kommen. Bei der Untersuchung im Stehen sieht und fühlt man die erweiterten Venen, in manchen Fällen lässt sich die Varicocele auch nur mittels Dopplerultraschalluntersuchung nachweisen. Im Liegen verringert sich die Venenfüllung. Das Behandlungskonzept in unserer Tagesklinik besteht aus der antegraden Sklerosierung (Verödung der Vene durch Einspritzen eines Verödungsmittels unter Röntgenkontrolle) über einen kleinen Schnitt im oberen Hodensackdrittel. Der Eingriff wird sowohl in örtlicher Betäubung als auch in Vollnarkose ambulant durchgeführt. In seltenen Fällen muss die Vene durch einen kleinen Unterbauchschnitt links aufgesucht und durchtrennt werden. Auch dieser Eingriff wird unter Vollnarkose sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt.

Wunschbeschneidung bei Säuglingen und Kindern

Nachdem durch den Gesetzgeber die Rechtslage geklärt wurde, können Wunschbeschneidungen (rituelle Beschneidungen) unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben (Abwägung von Kindeswohl und Elternwille) im MVZ durchgeführt werden.

Wunschbeschneidung bei Erwachsenen

Wunsch-Beschneidungen aus weltanschaulichen, religiösen oder rituellen Gründen können bei Erwachsenen (Selbstbestimmungsrecht bei uneingeschränkter Einwilligungsfähigkeit) jederzeit nach entsprechender Beratung und Aufklärung als Wahlleistung durchgeführt werden.

Stationäre OPs

Natürlich können nicht alle ambulant und stationär durchgeführten operativen Eingriffe hier beschrieben werden. Sollten Sie einen bei Ihnen erforderlich oder gewünschten Eingriff hier nicht gelistet sehen, wenden Sie sich vertrauensvoll telefonisch oder per E-Mail an uns, wir werden Ihnen gerne hierzu weitere Auskünfte geben.

Niere

Entfernung von Nierentumoren, auch organerhaltend (sofern möglich) inklusive Entfernung der dazugehörigen Lymphknoten (Lymphadenektomie). Beseitigung von Abflussstörungen (z.B. Nierenbeckenplastik, Harnleiterneueinpflanzung in die Harnblase).

Steintherapie

Unter Urolithiasis versteht man das Vorkommen von steinähnlichen Strukturen im Bereich der Nieren, der Harnleiter oder der Blase. Diese Harnsteine können verschiedene, teils sehr schmerzhafte Beschwerden veursachen.

In unserer Belegklinik im Franziskushospital haben wir die ganze Bandbreite der Steintherapie zur Verfügung (z.B. Stosswellentherapie ESWL, endoskopische Steinentfernung zB URS, aber auch konservative = nicht operative Maßnahmen wie Infusionstherapie).

Oft schließt sich der Steinentfernung eine weiterführende Stoffwechselanalyse an, um möglichst eine erneute Steinbildung zu verhindern.

Das Risiko, im Laufe des Lebens einen Nieren- oder Harnleiterstein zu bilden, liegt zwischen 5 und 10%.
Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Blase

Transurethrale Elektroresektion von Blasentumoren (TURB)

(Abtragung von Harnblasengeschwülsten mittels Hochfrequenzstrom und Laser durch die Harnröhre)

Blasengeschwülste können vereinzelt oder an mehreren Stellen auftreten. Man unterscheidet gestielt wachsende (papilläre) Tumoren von soliden, in die Tiefe wachsenden Tumoren und dem sogenannten Carcinoma in situ (schlecht erkennbarer flacher, mit geröteter Schleimhaut einhergehender Tumor). Anfangs sind die Tumoren meist auf die Schleimhaut begrenzt und haben eine sehr gute Heilungschance durch Entfernung durch die Harnröhre. Gelegentlich kommt es jedoch zu einem Durchbrechen der Schleimhaut und aus dem oberflächlichen Tumor entwickelt sich ein gefährlicher, in die Tiefe wachsender Krebs. Bei dem Eingriff wird ein rohrförmiges Instrument in die Harnblase eingeführt und der Tumor schichtweise mit Hochfrequenzstrom abgetragen. In den ersten Tagen nach der Operation wird die Harnblase durch Einlegen eines Harnröhrenkatheters entlastet. Dieser verbleibt in der Regel zwischen 24 Stunden und maximal 3 Tagen. Abhängig vom histopathologischen Befund (feingewebliche Untersuchung) ist dann das jeweilige weitere Vorgehen individuell zu besprechen.

Operative Korrektur der Belastungsinkontinenz der Frau

Bei der Belastungsinkontinenz handelt es sich um unfreiwilligen Urinverlust bei Belastung, beispielsweise beim Husten, Niesen, Hüpfen und Springen, gelegentlich auch beim Lachen. Hat hier eine konservative Behandlung Beckenbodengymnastik, Medikamente) nicht zum Erfolg geführt, ist mittels Operation die Inkontinenz zu beseitigen. Wenn sich nach einer Voruntersuchung, bei der eine urogynäkologische Untersuchung, eine Blasendruckmessung und ggf. eine Röntgenuntersuchung der Blasedurchgeführt wird, die Indikation zum operativen Eingriff stellt, kann heute häufig mittels einer kleinen Bandoperation die Inkontinenz beseitigt werden. Hierbei wird in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose ein spezielles Band unter der mittleren Harnröhre platziert, welches dann hinter dem Schambein im Unterbauch beidseits ausgeleitet wird (TVT-Operation - tension free vaginal tape). Alternativ kommt eine Ausleitung seitlich neben der Scheide in Frage (transosturatosen Band). Bei richtiger Indikationsstellung beträgt die Heilungsrate zwischen 80 und 85 %.

Prostata

TURP bei gutartiger Prostatavergrößerung

(Benignes Prostatasyndrom mit Obstruktion)

Die im nicht vergrößerten Zustand etwa kastaniengroße Prostata (Vorsteherdrüse) liegt ringförmig um den hinteren Teil der Harnröhre und kann ab dem 30. Lebensjahr kontinuierlich an Größe zunehmen. Hierdurch kann die hintere Harnröhre zugedrückt werden und der Harnabfluss behindert werden. Es kommt zu abgeschwächtem Harnstrahl, häufigem Blasenentleeren, nächtlichem Wasserlassen bis hin zur Harnsperre (akuter Harnverhalt). Führt eine medikamentöse Behandlung der Prostatavergrößerung nicht zum gewünschten Erfolg, kann die vergrößerte Vorsteherdrüse durch Hochfrequenzstrom abgetragen werden. Über die Harnröhre wird ein dünnes Rohr (Resektoskop) in die Harnblase eingeführt, an dessen Ende eine elektrische Schlinge angebracht wird. Jetzt kann unter Sicht die Prostata scheibchenweise abgetragen werden, die abgehobelten Späne werden herausgespült und zur histopathologischen Untersuchung eingesandt (feingewebliche Untersuchung). Nach dem Eingriff wird zur Ruhigstellung der Harnblase und zum Spülen der inneren Wunde ein Spülkatheter über die Harnröhre eingelegt, ggf. erfolgt zusätzlich die Harnableitung über einen Bauchdeckenkatheter. In bestimmten Fällen ist auch die Abtragung der Prostata durch Hitzebehandlung (zum Beispiel mit Laser) möglich. In anderen Fällen, bei sehr großer Prostatadrüse empfiehlt es sich, die Prostata nicht durch die Harnröhre abzuhobeln, sondern über einen kleinen Unterbauchschnitt offen operativ zu entfernen.

Radikale Prostataoperation mit Entfernung der Lymphknoten bei Prostatakrebs (Radikale Prostatovesikulektomie mit Lymphadenektomie)

Bei Vorliegen eines lokal begrenzten Prostatakrebses wird die Prostata inklusive der Samenblasen komplett entfernt. Im Franziskushospital wird diese Operation über einen Unterbauchschnitt (retropubisch) durchgeführt. Im Rahmen der Operation werden zusätzlich die zur Prostata gehörenden Lymphknoten im kleinen Becken entfernt (Staging-Lymphadenektomie). Sofern es der Tumor zulässt, kann die Operation potenzerhaltend, d.h. unter Schonung der für die Gliedversteifung verantwortlichen Gefäß- und Nervenstrukturen durchgeführt werden.

äußeres Genitale

  • Korrektur der angeborenen Penisverkrümmung (ggf. zusätzlich Therapie einer evtl. gleichzeitig bestehenden Induratio Penis Plastica - IPP)
  • Hoden- und Nebenhodentumoren ggf. mit Implantateinlage
  • Leistenbruch
  • Wasserbruch
  • Harnröhrenchirurgie
  • Harnröhre: Schlitzung von Harnröhrenengen unter Sicht (Urethrotomie)