Unsere Leistungen

Das Leistungsspektrum des Urologischen Zentrums Katschhof umfasst die gesamte Diagnostik und Therapie der Urologie inkl. Kinderurologie, Andrologie, Urologische Onkologie und Spezielle Urologische Chirurgie. Darüber hinaus werden individuell abgestimmte Wahlleistungen angeboten.

Das gesamte Spektrum ambulanter, urologischer Operationen wird in unserem ambulanten Operations-Zentrum am Katschhof 3 (in örtlicher Betäubung oder auch in Kurznarkose bzw. Vollnarkose) durchgeführt. Bis Ende 2019 erfolgten stationäre Behandlungen in der Belegklinik Franziskushospital. Mit Übernahme durch die Uniklinik Aachen besteht diese Möglichkeit nicht mehr.

Die jahrzehntelange Erfahrung der Ärzte in der Durchführung auch komplexer urologischer Operationen ermöglicht eine kompetente Beratung für den Fall einer anstehenden stationären Therapie.

 

Diagnostik

Ultraschalluntersuchung

Es stehen 3 moderne Ultraschallgeräte zur sonographischen Untersuchung zur Verfügung, speziell für Kleinkinder und Säuglinge auch Schallköpfe mit 7,5 MHz Nennfrequenz. Zur Untersuchung der Prostata stehen spezielle transrektale Ultraschallsonden zur Verfügung, die eine sehr gute bildliche Darstellung der Prostata ermöglichen. Diese werden auch genutzt zur Entnahme von Gewebeproben aus der Prostata. Außerdem stehen Doppler- und farbkodierte Duplexfunktion zur Verfügung u.a. zur weiteren Abklärung der Durchblutungssituation z.B. bei Erektionsstörungen.

Diagnostische Radiologie / Röntgen

Konventionelle Röntgenuntersuchungen (z.B. Ausscheidungsurografie, Cystografie, Refluxcystografie) werden heute nur noch sehr selten durchgeführt. Aus diesem betreiben wir unsere eigene, digitale Röntgenanlage nicht mehr.

Viele Röntgenuntersuchungen können heute durch Untersuchungsverfahren ohne Strahlenexposition erfolgen, wie moderne Sonografieverfahren oder die MagnetResonanzTomografie (MRT, auch als Kernspintomogafie bezeichnet).

Sollte eine konventionelle Röntgenuntersuchungen oder eine Computertomografie (CT) erforderlich sein, können diese in radiologischen Praxen und Instituten im Stadtgebiet oder der Städteregion (auf Überweisung) erfolgen. 

 

Urodynamische Untersuchungen

Mit Hilfe der Urodynamik (gleichzeitige Messung von Harnblasendruck und Abdominaldruck) kann eine Diagnostik bei Blasenentleerungsstörungen / Harninkontinenz durchgeführt werden, um eine korrekte Therapie in die Wege zu leiten. Mit Hilfe der Uroflowmetrie (Harnstrahlmessung) und eines Becken-Boden-EMG's können Harnstrahlstärke und Zusammenspiel von Harnblasenmuskel, Beckenboden und Schließmuskel beurteilt werden.

Labor

Im Urinlabor erfolgt neben der Teststreifenuntersuchung eine sofortige mikroskopische Untersuchung des Urinsediments. Zum Erregernachweis im Urin erfolgt eine mikrobiologische Untersuchung. Nach Differenzierung der Bakterien bzw. Erreger erfolgt die Austestung der wirksamsten Antibiotika (Antibiogramm).

Zur Abklärung der Zeugungsfähigkeit, bei Störungen der Zeugungsfähigkeit oder unerfülltem Kinderwunsch kann durch eine Ejakulatuntersuchung zeitnah gemäß WHO-Kriterien die Zeugungsfähigkeit des Mannes (Spermiogramm) überprüft werden. Die Qualitätskontrolle erfolgt durch interne und externe Kontrolle (Ringversuche). Gemäß Vorgabe im Sozialgesetzbuch erfolgt die Durchführung als Leistung der Krankenversicherung oder als Selbstzahlerleistung.

Mit Hilfe der Urinzytologie wird nach Gewinnung von Zellen aus dem Urin durch eine spezielle Zyto-Zentrifuge eine Frühdiagnose von Harnblasentumoren durchgeführt. Ergänzend können auch spezielle Tests auf Blasentumorantigene (z.B. NMP-22 bladder-check) Anwendung finden.

Im serologischen Labor werden die Hormone Testosteron, FSH, LH und Prolaktin sowie die Tumormarker PSA (prostataspezifisches Antigen) und freies PSA sowie Alpha-Fetoprotein und Beta-HCG bestimmt, die Ergebnisse liegen bereits am Tage der Blutabnahme oder am Folgetag vor.

Unsere Laborergebnisse werden regelmäßig durch interne und externe Verfahren (unter anderem INSTAND) überprüft.

Harnblasenspiegelung (Cystoskopie / Urethrocystoskopie)

Zur Durchführung der Harnblasenspiegelung (Cystoskopie) stehen mehrere starre und zur schonenden Durchführung beim Mann flexible Cystoskope zur Verfügung. Hiermit ist eine exakte Diagnostik von Harnröhre und Harnblase möglich. Als Lichtquellen stehen hochmoderne LED-Systeme zur Verfügung. Die Harnblasenspiegelung ist mehrheitlich in Lokalanästhesie möglich, sie kann jedoch auch in Kurznarkose in unserem OP-Zentrum erfolgen.

individuelle Leistungen

Wahlleistungen / Individuelle Gesundheitsleistungen sind ärztliche Leistungen, die in vielen Situationen medizinisch sinnvoll sein können, aber von der gesetzlichen Krankenversicherung mehrheitlich nicht erstattet werden. Diese müssen dann vom Arzt gemäß der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) abgerechnet werden.

Voraussetzung ist eine individuelle Beratung über den Nutzen sowie ein schriftlicher Behandlungsvertrag, in dem die Kosten erklärt werden. Über die gewünschten Leistunge erhalten Sie eine Rechnung. Die Leistungen müssen nicht am Behandlungstag bezahlt werden.

Im Nachfolgenden finden Sie eine Auflistung der in unserem MVZ angebotenen Wahlleistungen nach GOÄ:

Untersuchungen im Ramen der erweiterten Krebsvorsorge des Mannes (Früherkennung)

  • Chemische und mikroskopische Urinuntersuchung, u.a. auf Eiweiß, Zucker, rote und weiße Blutkörperchen (Basis: Urin)
  • Urinzytologie (Untersuchung des Urins auf bösartige Zellen) (Basis: Urin)
  • Blasentumorschnelltest: NMP 22 bladder check© (Basis: Urin)
  • PSA (prostataspezifisches Antigen), ein Tumormarker, der eine Verbesserung in der Früherkennung des Prostatakrebses ermöglichen kann. Neben dem Absolutwert ist insbesondere der PSA-Verlauf (PSA velocity) eine aussagekräftige Ergänzung zur regelmäßigen Tastuntersuchung (DRU im Rahmen der gestzlichen Früherkennung) (Basis: Blut). Der bei uns angewendete Assay: TOSOH© EIA
  • Hormonbestimmung beim Mann (z.B. Testosteron, Prolaktin, LH, FSH) (Basis Blut)
  • Ejakulatuntersuchung zur Beurteilung der Zeugungsfähigkeit (sofern nicht GKV-Leistung) (Basis Ejakulat)
  • Erweiterte Abklärung und Therapie von Erektionsstörungen (Erektile Dysfunktion), Impotenz (sofern nicht GKV-Leistung)
  • Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) der Nieren, der Harnblase, der Hoden und Prostata (erweiterte Früherkennung)
  • Transrektale Ultraschall (TRUS) = sonographische Untersuchung der Prostata über den Enddarm (erweiterte Früherkennung)
  • Immunologische Untersuchung auf Blut im Stuhl (sofern nicht GKV-Leistung)(Basis: Stuhl)
  • Immunstimulationsverfahren (z.B. Injektionstherapien/Impfungen bei wiederholten Harnwegsinfekten)

Operationen

  • Beschneidung auf Wunsch beim Erwachsenen oder Jungen (Circumcision)
  • Sterilisation beim Mann (Vasektomie / Vasoresektion)
    Bitte informieren Sie sich und sprechen Sie uns an!

Ambulante OPs

Natürlich können nicht alle ambulant und stationär durchgeführten operativen Eingriffe hier beschrieben werden. Sollten Sie einen bei Ihnen erforderlich oder gewünschten Eingriff hier nicht gelistet sehen, wenden Sie sich vertrauensvoll telefonisch oder per E-Mail an uns, wir werden Ihnen gerne hierzu weitere Auskünfte geben.

Für sämtliche Narkosen in unserer Tagesklinik bei Kindern und Erwachsenen sind äußerst erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte für Anästhesiologie zuständig.

Sowohl modernste Narkoseverfahren (Larynxmasken, TIVA =totale intravenöse Anästhesie - gasfrei - mit kurzwirksamen und nebenwirkungsarmen Medikamenten), Regionalanästhesien als auch eine effektive postoperative Schmerztherapie kommen zum Einsatz. Ziel ist eine individuelle und einfühlsame Betreuung während des gesamten Aufenthalts in der Tagesklinik. Zur Verhinderung eines sog. Schmerzgedächtnisses und zur Schmerzfreiheit nach dem Eingriff erfolgen in Ergänzung zur Narkose immer lokalanästhesiologische Verfahren.

Insbesondere in der Kinderanästhesie sind ein hohes Maß ein fachlicher Expertise, Erfahrung, Professionalität, aber auch Einfühlungsvermögen unabdingbare Voraussetzung für eine zielführende Behandlung.
Auch der familiäre Charakter und die individuelle Betreuung sollen die Zeit in unserem OP-Zentrum so angenehm wie möglich machen. Das ambulante OP-Zentrum besteht bereits seit Anfang der 1980er Jahre.

Vorhautverengung (Phimose)

Bei der angeborenen oder erworbenen Verengung der Vorhaut des Penis ist ein Zurückstreifen der Vorhaut über die Eichel unmöglich oder nur schwer möglich. Im Säuglingsalter haftet die Vorhaut an der Eichel und kann normalerweise nicht zurückgezogen werden. Somit ist in den ersten zwei Lebensjahren eine Vorhaut-verklebung bzw. eine relative Vorhautengenoch als normal zu betrachten. Im zweiten Lebensjahr können 80 % der Knaben die Vorhaut vollständig zurückstreifen. Beim gewaltsamen Zurückziehen der Vorhaut kann des zu Mikroeinrissen kommen, die narbig abheilen und die Vorhaut zusätzlich einengen (narbige Phimose). Die Behandlungsmöglichkeiten sind vom lokalen Befund abhängig und reichen von Lösung der Verklebung mit Durchtrennung des Vorhautbändchens bis zu einer operativen Vorhauterweiterung (ggf. auch sog. "Tripple Incision"), einer Teilbeschneidung (plastische Circumcision) oder kompletten Entfernung der Vorhaut (komplette Beschneidung).

Hodenhochstand (Maldescensus testis, Kryptorchismus)

Beim Hodenhochstand liegen einer oder beide Hoden zum Zeitpunkt der Geburt nicht im Hodensack. Bei 3 bis 6 % der neugeborenen Knaben wird ein ein- oder beidseitiger Hodenhochstand festgestellt. Im Laufe der vorgeburtlichen Entwicklung wandern die Hoden normalerweise vom Bauchraum durch den Leistenkanal in den Hodensack. Ursache des Hodenhochstandes können anatomische Besonderheiten des Samenstrangs oder des Leistenkanals sein,hormonelle Störungen und möglicherweise auch eine erbliche Veranlagung. Im ersten Lebensjahr kann der Hoden noch von selbst tiefer treten und seine normale Lage erreichen. Nach dem ersten Lebensjahr sind die Aussichten auf eine Spontanheilung aber gering. Gemäß Leitlinie sollte gegen Ende des ersten Lebensjahres die Behandlung abgeschlossen sein. Bei erfolgloser hormoneller Behandlung zwischen 7. und 12. Lebensmonat, bei gleichzeitigem Leistenbruch oder bei narbigem Hodenhochstand nach vorangegangener Operation ist die operative Behandlung erforderlich. Die Gefahr des nicht behandelten Hodenhochstandes besteht in einer späteren Störung der Zeugungsfähigkeit. Prinzipiell besteht eine (geringe) Erhöhung des Hodenkrebsrisikos.

Kindlicher Leistenbruch (offener Processus) / Wasserbruch (Hydrozele)

Beim Tiefertreten des Hodens in den Hodensack wird der Samenstrang von einem gangförmigen Fortsatz des Bauchfells begleitet. Dieser "Bruchsack" verklebt normalerweise sehr rasch. Unterbleibt diese Verklebung, kann Flüssigkeit aus dem Bauchraum in diesen Sack eintreten und einen Wasserbruch (Hydrozele) verursachen. Kommt es zum Eintreten von Darmanteilen in diesen Bruch, spricht man von einem Leistenbruch. Bei Mädchen kann der Bruchsack entlang eines Haltebandes der Gebärmutter auftreten. Etwa 6 % der reifen männlichen Neugeborenen weisen Hydrozelen auf, viele davon verkleben jedoch im ersten Lebensjahr und sind mehrheitlich nicht operationsbedürftig. Ein angeborener Bruch, der über das erste Lebensjahr hinaus persistiert, sollte operativ verschlossen werden. Es gibt jedoch auch Gründe, einen derartigen Befund schon früher operativ zu versorgen.

Fehlbildung der Harnröhrenmündung (Hypospadie)

Eine fehlerhafte Mündung der Harnröhre (Hypospadie) ist die häufigste Anomalie des männlichen Genitale (eine auf 300 männliche Geburten). Entsprechend der Mündungsstelle der Harnröhre unterscheidet man vordere, mittlere und hintere Fehlformen. Je nach Ausprägung der Fehlbildung kann diese Anomalie mit einer zusätzlichen Gliedverkrümmung und Unmöglichkeit des Urinierens im Stehen sowie einer Verengung der Harnröhrenmündung (Meatusstenose) verbunden sein. Bei der Operation muss man unterscheiden zwischen einer rein kosmetischen Indikation und einer funktionellen Indikation.

Sterilisation (Vasektomie / Vasoresektion)

Durch eine operative Unterbrechung der Samenleiter beidseitig wird eine anhaltende Unfruchtbarkeit erzielt. Die Vasektomie gilt als die derzeit sicherste, effektivste und einfachste Methode zur Fertilitätskontrolle beim Mann. Der Eingriff wird ambulant in Kurznarkose oder unter örtlicher Betäubung durch zwei kleine Hautschnitte am oberen Teil des Hodensacks durchgeführt. Nach Darstellung des Samenleiters wird ein Teil desselben entfernt, beide Samenleiterstümpfe werden zusätzlich doppelt unterbunden. Nach der Operation ist der Patient zunächst noch zeugungsfähig, erst nach einer dreimaligen Kontrolle des Samens, in dem mikroskopisch keine Samenzellen mehr nachweisbar sein dürfen, kann auf eine Verhütung verzichtet werden.

Varicocele (Krampfadern der Hodenvenen, Krampfaderbruch)

Unter dem medizinischen Begriff "Varicocele" versteht man eine Krampfaderbildung der Hodenvenen, die meist sicht- und tastbar ist. In 80 - 90 % der Erkrankungen handelt es sich um eine linksseitige Erweiterung der Hodenvenen. Neben Schmerzen im Hoden- oder Leistenbereich kann es zu einer Störung der Zeugungsfähigkeit durch Verschlechterung der Spermaqualität kommen. Bei der Untersuchung im Stehen sieht und fühlt man die erweiterten Venen, in manchen Fällen lässt sich die Varicocele auch nur mittels Dopplerultraschalluntersuchung nachweisen. Im Liegen verringert sich die Venenfüllung. Das Behandlungskonzept in unserer Tagesklinik besteht aus der antegraden Sklerosierung (Verödung der Vene durch Einspritzen eines Verödungsmittels unter Röntgenkontrolle) über einen kleinen Schnitt im oberen Hodensackdrittel. Der Eingriff wird sowohl in örtlicher Betäubung als auch in Vollnarkose ambulant durchgeführt. In seltenen Fällen muss die Vene durch einen kleinen Unterbauchschnitt links aufgesucht und durchtrennt werden. Auch dieser Eingriff wird unter Vollnarkose sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt.

Wunschbeschneidung bei Säuglingen und Kindern

Nachdem durch den Gesetzgeber die Rechtslage geklärt wurde, können Wunschbeschneidungen (rituelle Beschneidungen) unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben (Abwägung von Kindeswohl und Elternwille) im MVZ durchgeführt werden.

Wunschbeschneidung bei Erwachsenen

Wunsch-Beschneidungen aus weltanschaulichen, religiösen oder rituellen Gründen können bei Erwachsenen (Selbstbestimmungsrecht bei uneingeschränkter Einwilligungsfähigkeit) jederzeit nach entsprechender Beratung und Aufklärung als Wahlleistung durchgeführt werden.

Stationäre OPs

Bis Ende 2019 erfolgten stationäre Behandlungen in der Belegklinik Franziskushospital Aachen. Mit Übernahme des Franziskushospitals durch die Uniklinik Aachen am 01.01.2020 besteht diese Möglichkeit nicht mehr.

Die jahrzehntelange Erfahrung der Ärzte in der Durchführung auch komplexer urologischer Operationen ermöglicht eine kompetente Beratung für den Fall einer anstehenden stationären Therapie.

Das gesamte Spektrum ambulanter, urologischer Operationen wird weiterhin in unserem ambulanten Operations-Zentrum am Katschhof 3 (in örtlicher Betäubung oder auch in Kurznarkose bzw. Vollnarkose) durchgeführt.